Montag, 21. Mai 2012

der Mythos von der alawitischen Diktatur

"... Wegen der Herkunft des Präsidenten Bashar El-Assad wird das syrische Regime fälschlicherweise als „alawitisch“ bezeichnet. Diese Einschätzung ist völlig falsch, verleumderisch, sektiererisch, sogar rassistisch. Sie ist vor allem falsch, weil der Generalstab, die politische Polizei, die verschiedenen Geheimdienste in der Mehrheit sunnitisch sind, genauso wie ein nicht zu vernachlässigender Teil der Bourgeoisie.
Unsere Sensationspresse lässt keine Gelegenheit aus, von Frau Asma El-Assad zu sprechen, der Präsidentengattin sunnitischer Herkunft, um sie zu verteufeln. Aber sie vermeiden es geflissentlich, die Vizepräsidentin der Syrischen Arabischen Republik zu erwähnen, Frau Najah Al Attar, die erste und einzige arabische Frau der Welt, die einen so hohen Posten innehat. Frau Al Attar ist nicht nur sunnitischer Herkunft, sondern auch die Schwester eines der Führer der Moslembrüder im Exil, was das syrische Paradoxum versinnbildlicht. In Wirklichkeit ist der baasistische Staatsapparat sozusagen der perfekte Spiegel der ethnisch-religiösen Vielfalt, die in Syrien herrscht. Der Mythos in Bezug auf die „alawitische Diktatur“ ist so grotesk, dass sogar der sunnitische Großmufti, der Scheikh Bedreddin Hassoun oder auch der Chef der politischen Polizei Ali Mamlouk, auch er sunnitischer Konfession, von der internationalen Presse manchmal zu den Alawiten gezählt werden...."

Quelle: http://urs1798.wordpress.com/2012/05/17/hintergrundwissen-uber-die-lage-und-entwicklung-in-syrien-ubersetzt-von-barbara/

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